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AMD, alterbedingte Makuladegeneration 

Die Makula ist eine hochspezialisierte Region der Netzhautmitte, der eine besondere Rolle bei der zentralen Sehschärfe zukommt. Wichtige Aufgaben im modernen Leben wie Lesen und Gesichter erkennen werden nur durch die Makula möglich.


Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung der Makula, die sich meistens erst nach dem 60. Lebensjahr bildet. Die häufigsten Beschwerden sind Probleme beim Lesen und eine verzerrte Bildwahrnehmung. Gerade Linien werden dann krumm oder mit einem Knick gesehen.


Es werden zwei verschiedene Formen der AMD beschrieben: die sogenannte „trockene“ und die „feuchte“ oder neovaskuläre AMD. Die häufigste Form ist die trockene AMD. Hierbei bilden sich Ablagerungen in den tiefen Netzhautschichten, sogenannte Drusen.


Degenerative Veränderungen der tiefen Netzhautschichten (Atrophie) sind auch möglich. Der Verlauf dieser Form der AMD ist in der Regel langsam. Bei der neovaskulären oder feuchten AMD bilden sich neue Gefäße aus der Aderhaut, die in die Netzhaut eindringen und Schaden anrichten. Da die Gefäßwände dieser neuen Gefäße nicht ganz dicht sind, kommt es zu einer Schwellung des umgebenden Nervengewebes, was wiederum zu einem schlechten Sehvermögen führt. Auf der anderen Seite können auch große Blutungen durch diese Gefäßbildung auftreten, wodurch in der Regel ein großer Schaden an der Makula entsteht. Seit 2006 stehen uns glücklicherweise Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Es wurden verschiedene Wirkstoffe entwickelt, welche einen wichtigen Wachstumsfaktor (VEGF) neutralisieren, und damit das Wachstum der neugebildeten Gefäße hemmen. Die Entwicklung dieser Medikamente, sogenannte VEGF-Hemmer, revolutionierte die Behandlung der feuchten AMD. Zur Zeit sind zur Behandlung der feuchten AMD verfügbar: Lucentis (Ranibizumab), Eylea (Aflibercept) und Avastin (Bevacizumab). Diese Medikamente müssen in regelmäßigen Abständen in den Glaskörper gespritzt werden, bis keine Aktivität der Erkrankung mehr festzustellen ist.